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Der grüne Ayatollah

Die Deutschen sind ein lebenslustiges Volk. Das Vergnügen steht oben an. Ordnung und Disziplin, wofür die Deutschen weltweit bekannt sind, kommen tatsächlich erst an zweiter Stelle. Jedenfalls sollte man so ehrlich sein, das auch zuzugeben. Es ist ja nicht schlecht, daß der Mensch sein Leben genießen will. Ins Negative rutscht das erst, wenn das nicht auf der Grundlage eigener Leistung, mit dem Wort eines früheren deutschen Außenministers also „anstrengungslos“, verwirklicht werden soll.

Zieht man diese Seite unseres Volkscharakters in Rechnung, dann verwundert es doch, daß die politische Partei, die uns seit vielen Jahren mit Verboten aller Art „beglücken“ will, stabil rund 12-15 % der Wähler hinter sich bringen kann. Noch grotesker ist, daß auch darunter viele genussorientierte Zeitgenossen sind. Einer der vielen Widersprüche in der menschlichen Natur. Auch wenn nicht alles, was in der nachfolgenden kleinen Auflistung Platz gefunden hat, ganz oder überwiegend sinnlos ist, so ist doch erkennbar, daß die Grünen durchaus das Prädikat „Spaßbremsen“ verdienen:

Rauchen, Plastiktüten, Motorroller, Diesel, Limonade im Schulgebäude, Heizpilze, Paintball, „gewaltverherrlichende“ Computerspiele, Nachtflugverbot, Urlaubsflugreisen, eingeflogene Erdbeeren, verschärfte Tempolimits, nachts nicht mehr beleuchtete Innenstädte, Zirkustiere, Zigarettenautomaten, SUV’s, „gendergerechte“ Sprachverbote und natürlich der schon sprichwörtlich gewordene Veggie-Day – die Liste ist bei weitem nicht vollständig.

Der erhobene Zeigefinger, belehrend und mahnend, kann als Erkennungsmerkmal grüner Politiker gesehen werden. Personifiziert wird diese Art von Politik in der Gestalt von Anton Hofreiter. Der Mann, dem man es sofort abnehmen würde, wenn er öffentlich erklärte, zum Lachen in den Keller zu gehen, wirkt von seiner Physiognomie, seinen Gesten und seinem sprachlichen Duktus so, wie man sich Bußprediger früherer Jahrhunderte vom Schlage eines Abraham a santa Clara vorstellt. Er erinnert fatal an sauertöpfische und miesepetrige islamische Prediger vom Schlage eines Ayatollah Khomeini. Ist für sie alles Sünde, was Spaß macht, ist für Hofreiter und Co. alles schädlich, was Spaß macht. Sünde ist sowieso verboten, Schädliches muß verboten werden.

In der Tat ist es ein Rätsel, daß in einer durch und durch hedonistischen Gesellschaft wie der unsrigen eine Partei mit einer so ausgesprochenen Lust daran, die Bürger des Landes zu schurigeln und zu bevormunden, einen so großen und nachhaltigen politischen Erfolg haben kann. Vielleicht findet das die gleiche Erklärung wie das historische Phänomen, daß religiöse Extreme wie etwa der extrem asketische Calvinismus immer wieder eine nennenswerte Zahl von Anhängern für ein völlig spaßfreies Leben begeistern konnten. War es damals die Furcht vor Höllenqualen, ist es heute die Furcht vor allerlei irdischem Ungemach wie Klimawandel und Gesundheitsschäden. Ist die Erbsünde also nicht in Wahrheit das eingeredete schlechte Gewissen? Wo die Theologen das Sagen haben, eben religiös, wo die Ideologen das Sagen haben, eben „umweltpolitisch“?

Lassen wir all‘ diese Miesepeter und Spaßbremsen links liegen! Ich für meinen Teil genieße Wein und Parmaschinken mit Melone, alles importiert, fliege in den Urlaub und erfreue mich ganz sexistisch am Anblick schöner leichtbekleideter Frauen. Die Bußprediger jedweder Prvonienz indessen können mir gestohlen bleiben!

Ein Gedanke zu „Der grüne Ayatollah

  1. Baumann

    Unverständlich ist für mich auch, dass die stabil „rund 12-15 % der Grünen-Wähler“ nicht den volkswirtschaftlichen Schaden und Risiken für Deutschland erkennen, welcher in dieser Politik liegt.
    So forderte kürzlich der grüne sog. Haushaltsexperte Kindler Schuldenerleichterungen, möglich auch Forderungsverzicht – neudeutsch haircut – für Griechenland.
    Er bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage seiner Partei, der zufolge Deutschland seit 2010 Zinsgewinne in Höhe von ca. 2,9 Milliarden € erzielt hat. Diese resultieren aus den erheblichen anteiligen Zahlungen Deutschlands im Rahmen der rund 263 Milliarden € aus den Rettungsschirmen EFSF und ESM und teils über den IWF.
    Damit, so Kindler sei der deutsche Staat einer der größten Profiteure der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands.

    Die Wahrheit, die Kindler verschweigt – ob bewusst oder aus Unwissenheit – ist jedoch, dass diese „Zinsgewinne“ einerseits nur buchmäßig vorhanden sind und andererseits er das Kreditausfallrisiko überhaupt nicht thematisiert.
    Bekanntlich beginnt die Tilgung der Hauptkredite mit einer Laufzeit von 30 Jahren (sic.) erst in 2020.
    Im Juni beschloss man sogar, die Laufzeit für einen Teil der EFSF-Kredite auf 42,5 Jahre!!! zu verlängern und die Tilgung erst ab 2033 beginnen zu lassen.
    Sollte Griechenland das Geld nicht zurückzahlen, was durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen liegt, kann Deutschland diesen Mrd.-Brocken komplett abschreiben. Unsere Enkel werden sich dafür bedanken.
    Zusätzlich kämen weitere Milliardenverluste auf Deutschland zu, weil der EFSF und die anderen „Rettungstöpfe“ sich das Geld auch von den Kapitalmärkten besorgen, wobei Deutschland in Höhe von 29 % bürgt.
    Dies gilt auch für Kreditausfälle beim IWF, bei dem bekanntlich Deutschland Mitglied ist und deshalb mithaftet.
    Für unser Land summieren sich diese Risiken in unverantwortliche Höhen.

    Also Grünenwähler zieht Euch warm an!

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