Die causa Spahn
Jens Spahn ist von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zurückgetreten. Der Schritt war unumgänglich geworden, als bekannt geworden war, daß der Politiker zusammen mit seinem nach deutschem Recht Ehemann in den USA im Wege der sogenannten Leihmutterschaft von Rechts wegen Vater eines Sohnes geworden war. Entgegen den Erwartungen des Politikers kam das in der deutschen Öffentlichkeit gar nicht gut an, wobei natürlich auch eine Rolle gespielt hatte, daß er sich als Politiker im Deutschen Bundestag gegen die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen hatte. Er stolperte also nicht so sehr über den Vorgang als solchen, nämlich die Umgehung des deutschen Embryonenschutzgesetzes, sondern über die Widersprüchlichkeit seines Verhaltens als Politiker einerseits und Privatmann andererseits. Wir können jedoch als sicher annehmen, daß Herr Spahn damit seine politische Laufbahn keineswegs endgültig beendet hat. Denn sein Mandat als Abgeordneter im Deutschen Bundestag behält er bei. Er ist auch weiterhin Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Münsterland, und damit innerhalb dieser Partei ein politisches Schwergewicht. Wer von einem derart exzessiven politischen Ehrgeiz besessen ist wie Herr Spahn, lässt sich von einem solchen Skandälchen nicht aus der Bahn werfen, sondern zieht sich allenfalls vorübergehend aus der ersten Reihe der Politik zurück, um dann dorthin zurückzukehren, wenn er von seinen Parteifreunden gerufen wird. Dieser Ruf wird wohl nicht allzu lange auf sich warten lassen, zumal die Zukunftsaussichten für die CDU eher düster sind, und man dann händeringend nach einem politischen Heilsbringer rufen wird.
Daß die CDU und die politische Öffentlichkeit in Deutschland den Vorgang an sich nicht für so skandalös halten, daß man allein deswegen seine politische Laufbahn beenden müsste, zeigt auch deutlich die Tatsache, daß der CDU-Abgeordnete und Drogenbeauftragte der Bundesregierung Hendrik Streeck seine Ämter selbstverständlich behält, obgleich er dasselbe getan hat wie sein Parteifreund Spahn. In seinem Falle hat es nicht einmal vernehmliche Rücktrittsforderungen gegeben. Bemerkenswert ist auch, daß es nun Forderungen in Politik und Medien gibt, die Leihmutterschaft nach amerikanischen Muster nun auch in Deutschland zu legalisieren. Ich wäre nicht sonderlich überrascht, sollte sich unter dem Druck der „queeren“ Lobby die politische Mehrheit unseres Landes dazu entscheiden, eine entsprechende Änderung des Gesetzes herbeizuführen.
Die Gesellschaftsveränderung
Wir steuern also tatsächlich die Zustände an, die Aldous Huxley in seinem 1932 erschienenen düsteren Zukunftsroman „Schöne neue Welt“ In das Jahr 2540 projiziert hat. In anderen Ländern ist man ja schon soweit. Huxley hat sich also nur um 500 Jahre verschätzt. Der Transhumanismus bricht sich Bahn. Der moderne Mensch ist von einer noch nie dagewesenen Hybris geprägt. Er meint, die Schöpfung, oder agnostisch formuliert, die Natur korrigieren zu können und zu müssen. Das zeigt sich zum Beispiel an der Klimapolitik, die auf der Vorstellung beruht, der Mensch beherrsche die Natur so, daß er sowohl für die Warm- als auch die Kaltzeiten verantwortlich ist, mitnichten jedoch natürliche Vorgänge wie Veränderungen auf der Sonnenoberfläche. Und das zeigt sich exemplarisch an dem deutschen „Selbstbestimmungsgesetz“, wonach man durch „Sprechakt“ – juristisch: mündliche Erklärung – beim Standesamt sein Geschlecht ändern kann, von männlich auf weiblich und umgekehrt oder auch auf „divers“, den es gibt ja wenigstens Dutzende von Geschlechtern. Das kann man dann jedes Jahr wieder ändern, denn das Geschlecht ist in den Augen jener Gesellschaftsklempner nicht etwa einem Menschen von Natur aus eigen, sondern man ist eben „genderfluid“. Das Geschlecht ist kein biologisches Faktum, sondern eine gesellschaftliche Zuschreibung (es wird einem Menschen zugewiesen) bzw. eine Wahrnehmung seiner Umgebung (er wird als Mann, Frau, oder sonst etwas „gelesen“). Im Zusammenhang unseres heutigen Themas geht es dabei nicht nur um die Weiterentwicklung der Naturwissenschaften, insbesondere der Medizin, um uns das Leben zu erleichtern und Krankheiten immer weiter zurückzudrängen. Nein, es geht, wie der Begriff des Transhumanismus es ja auch besagt, um die Veränderung jenseits der natürlichen Entwicklung des Menschen. Die Werkzeuge dazu sind die künstliche Intelligenz und der Missbrauch der Wissenschaft. Die Praxis der Leihmutterschaft wie im Falle Spahn ist in lehrreiches Beispiel. Die Einzelheiten sind weitestgehend unbekannt, weil sich die große Masse der Bevölkerung dafür nicht interessiert. Indessen gibt es Internetportale, die Interessenten informieren, und es gibt natürlich kommerzielle Unternehmen, die für viel Geld ermöglichen, was Leute wie die Herren Spahn und Streeck ersehnen. Die nachstehenden Informationen findet man zum Beispiel unter babygest.com.
Reproduktionsmedizin für alle
Biologische Kinder von schwulen Paaren
Wenn Wunschväter Wert darauf legen, ein biologisches Kind zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten zu entscheiden, wer die Spermien und damit sein genetisches Material bereitstellt. Im folgenden Abschnitt erklären wir jede der Möglichkeiten genauer:
- Nur ein Partner liefert den Samen, entweder derjenige mit der höchsten Samenqualität oder derjenige, der im gegenseitigen Einvernehmen ausgewählt wurde. Derjenige ist später der biologische Vater des Kindes. Daher werden die von der Spenderin gespendeten Eizellen im Labor mit den Spermien eines der Männer des Paares befruchtet. Die erzeugten Embryonen werden der Leihmutter zur Durchführung der Schwangerschaft übertragen.
- Beide Männer des Paares liefern das Sperma. In diesem Fall würde die Hälfte der Eizellen mit dem Sperma des einen und die andere Hälfte mit dem Sperma des anderen befruchtet werden. Es werden jedoch nur die hochwertigsten Embryonen in die Gebärmutter übertragen und es spielt dabei keine Rolle, wer der biologische Vater ist. Somit weiß keiner der beiden Wunschväter, wer der Vater des Kindes ist.
Leihmutterschaft für schwule Paare

Falls beide ein eigenes biologisches Kind haben wollen, gibt es die Möglichkeit, von jedem ein Kind zu bekommen. Dazu ist es notwendig, daß die Leihmutter dem Transfer von zwei Embryonen zustimmt, welche, wie wir bereits gesagt haben, die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft erhöhen.
Wunscheltern sollten unbedingt berücksichtigen, daß die Leihmutter durch den Transfer von zwei Embryonen nicht immer mit zwei Babys schwanger wird. Es ist möglich, daß sich nur ein Embryo einnistet, so daß es sich um eine Einlingsschwangerschaft handeln würde, obwohl es auch vorkommen kann, daß sich kein Embryo einnistet und ein neuer Transfer durchgeführt werden muss. Es ist auch möglich, wenn auch viel seltener, daß sich einer der Embryonen in zwei Teile teilt, die zu eineiigen Zwillingen werden, so daß eine Dreifachschwangerschaft eintreten kann.
Um in dieser Situation eine Schwangerschaft zu erreichen, würde die Hälfte der Eizellen der Spenderin mit den Spermien der einen und die Hälfte mit den Spermien der anderen befruchtet werden. Wenn die Qualität passt, können also zwei Embryonen übertragen werden, einer von jedem Elternteil.
Wichtig ist, daß beide Mitglieder des Paares zustimmen und entscheiden, welche Option am besten zu ihren Bedürfnissen passt und mit welcher sie sich am wohlsten fühlen.
Ein weiterer Faktor, den es bei der Durchführung einer Leihmutterschaft zu berücksichtigen gilt, ist die Wahl eines Landes, in dem diese Praxis nicht nur legal ist, sondern in dem auch homosexuellen Paaren der Zugang gestattet ist.
Mögliche Bestimmungsorte für überzählige IVF-Embryonen

Marketing
Liest man diesen und andere Texte dieser Art, so fühlt man sich unwillkürlich an die Anpreisungen von Immoblienmaklern oder Automobilherstellern erinnert. Die Vorteile der angepriesenen Ware werden herausgestellt, man ist versucht, von Produktqualität und technischer Kompetenz der Anbieter zu sprechen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital der Investoren in solche Unternehmen dürfte ansehnlich sein.
Moral, Ethik, Recht: braucht man das überhaupt?
Bemerkenswert ist nicht nur die Selbstverständlichkeit, mit der hier Vorgänge beschrieben und empfohlen werden, die eigentlich keinem ethischen Maßstab standhalten, und, jedenfalls bis heute, in Deutschland verboten sind. So hat zum Beispiel das Bayerische Oberste Landesgericht mit Urteil vom 4.11.2020 auf der Grundlage des Embryonenschutzgesetzes entschieden, daß es strafbar ist, eine Eizelle, die einer ungewollt kinderlosen Frau zum Zweck einer künstlichen Befruchtung entnommen, mit einer Samenzelle zusammengebracht und zunächst zu dem Zweck, eine Schwangerschaft dieser Frau herbeizuführen, tiefgefroren wurde, später zu dem Zweck aufzutauen und weiter zu verwenden, die Schwangerschaft einer anderen Frau herbeizuführen. Das gilt selbstverständlich auch für den Fall, daß eine befruchtete Eizelle einer dafür bezahlten Frau (Leihmutter) entnommen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese sogenannte Leihmutterschaft von einem ungewollt kinderlosen klassischen, aus Mann und Frau bestehenden Ehepaar in Anspruch genommen wird, oder von einem homosexuellen Paar, gleichgültig, ob Männer oder Frauen.
Bemerkenswert ist auch, mit welcher Selbstverständlichkeit erläutert wird, was mit den „überzähligen“ befruchteten Eizellen geschieht. Schon die Auswahl unter mehreren befruchteten Eizellen unter genetischen Gesichtspunkten („Designer-Baby“), Junge oder Mädchen, ist ein unnatürlicher Vorgang. Die verharmlosenden Umschreibungen Spende für die Forschung und Beendigung der Lagerung bedeuten nichts anderes, als dass man diese „überzähligen“ befruchteten Eizellen halt einfach wegwirft.
Menschen werden zur Ware. Waren haben keine Gefühle.
Kein Wort wird an die Schicksale der sogenannten Leihmütter verschwendet. Wie sehr in diesem Zusammenhang Menschen lediglich unter kommerziellen und Nützlichkeitsgesichtspunkten betrachtet werden, zeigt die Praxis, wonach zunächst zur Gewinnung einer befruchteten Eizelle Frauen ausgesucht werden, deren „genetischer Wert“ entsprechende Anlagen des für viel Geld (man spricht derzeit von rund 250.000,00 €) erworbenen Kindes erwarten lässt. Die Mühe des Austragens übernimmt dann eine andere Frau, regelmäßig aus einfachsten ärmlichen Verhältnissen, die dringend auf das bisschen Geld angewiesen ist, das sie dafür bekommt. Diese Konstruktion hat unter anderem den rechtlichen Vorteil, daß die Leihmutter mit dem auf diese Weise zur Welt gebrachten Kind nicht verwandt ist, und die Eizellenspenderin natürlich anonym bleibt, und sie somit bezüglich des Kindes weder rechtliche Pflichten befürchten muss, noch etwa Erbansprüche des Kindes geltend gemacht werden können. Die Leihmutter hingegen, die während ihrer Schwangerschaft natürlich, daran kann kein vernünftiger Zweifel bestehen, eine emotionale Bindung zu diesem Kind entwickelt hat, darf es nicht einmal kennenlernen, denn es wird ihr unmittelbar nach der Geburt weggenommen.
Das Kind wird weder erfahren, welche Frau für die Hälfte seiner Gene biologisch verantwortlich ist, noch welche Frau es geboren hat. So wie die werdende Mutter eine starke emotionale Beziehung zu ihrem Kind entwickelt, ist das natürlich auch umgekehrt. Das wird in diesen Fällen kalten Herzens brutal abgebrochen. Birgit Kelle, selbst Mutter von vier Kindern, hat das in ihrem Kommentar zum Fall Spahn in der Jungen Freiheit vom 24.7.2026 auf den Punkt gebracht: „Und während sich nun eine ganze Nation über schwule Väter echauffiert, Homophobie-Vorwürfe getauscht und Posten in der CDU-Fraktion neu besetzt werden, schreit irgendwo auf der Welt ein Neugeborenes sich die Seele aus dem Leib, weil man es noch in Kreißsaal seiner Mutter entrissen hat, um es fremden Menschen zu überreichen, die es nun gefälligst lieben soll, schließlich war es ganz schön teuer in der Anschaffung.“
Human ist die Adoption
Natürlich ist es ein hartes Schicksal, kinderlos bleiben zu müssen, weil die Natur das so gewollt hat. Doch seit Menschengedenken gibt es eine humane Lösung: die Adoption. Dabei wird eben ein Kind, das bereits geboren ist, und aus regelmäßig tragischen Umständen heraus ohne seine leiblichen Eltern aufwachsen muss, von einem Ehepaar adoptiert und so von der eher unpersönlichen Atmosphäre eines Waisenhauses in den Schoß einer Familie überführt. Nach geltendem Recht kann auch ein homosexuelles Paar ein Kind adoptieren. Um wie viel menschlicher ist das, als die Praxis der Leihmutterschaft! Zur Klarstellung sei bemerkt, daß es zu begrüßen ist, wenn die moderne Reproduktionsmedizin kinderlosen Ehepaaren ein eigenes Kind ermöglicht, indem der Natur lediglich etwas nachgeholfen wird und nicht, wie im Falle der Leihmutterschaft, die Natur regelrecht vergewaltigt und den dafür bezahlten Frauen wie auch dem so entstandenen Kind unermessliches Leid zugefügt wird.
Der Größenwahn der Transhumanisten
Die schöne neue Welt des Schriftstellers Aldous Huxley ist eben alles andere als human, sie ist geprägt von einem kaltherzigen Fortschrittsglauben, einer in der Menschheitsgeschichte bis dahin nie dagewesenen Hybris, ja der Vorstellung, die Schöpfung korrigieren zu können und damit selbst Gott zu sein. Wer es weniger religiös mag: sich über die Natur zu erheben.
In diesem Transhumanismus liegt auch der Grund für die Vorstellung vom „queeren“ Menschen jenseits des biologischen Geschlechts und die Forderung nach „gender“gerechter Spache. Wir Menschen existieren nach allgemeiner Auffassung nun wohl schon seit rund 50.000 Jahren. Doch erst die Menschen des 21. Jahrhunderts, und zwar beschränkt auf die westliche Zivilisation, sind auf die Idee gekommen, nicht nur die überkommenen gesellschaftlichen Verhältnisse infrage zu stellen und aufzulösen, sondern sogar die biologische Tatsache der Zweigeschlechtlichkeit zu leugnen. Dazu muss man zunächst einmal die Religionen entsorgen, denn sie gehen samt und sonders davon aus, daß es nur zwei Geschlechter gibt. Für Juden und Christen gilt insofern die Formulierung im ersten Buch Mose, 1.27 (Übersetzung in der Luther-Bibel): „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn: und schuf sie als Mann und Frau“. Der in weiten Teilen synkretistische Islam übernimmt auch das. Für die Wissenschaft, jedenfalls die Naturwissenschaften, gilt dasselbe. Anders ist das wohl in den Geschwätzfächern unserer Universitäten mit ihren über 200 „Gender“-Lehrstühlen. Indessen wurde ja bekanntlich im Jahr 2022 der geplante Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht abgesagt, die eben die Zweigeschlechtlichkeit – nicht nur des Menschen – nach dem Stande der Wissenschaften erläutern wollte. Bemerkenswert daran ist, daß dies auf erheblichen Druck eines studentischen „Arbeitskreises kritischer Jurist*innen“ (Genderschreibweise im Original) geschah. Als Jurist ist das für mich natürlich zum Fremdschämen. Wie üblich zeichnete sich auch in diesem Fall die Universitätsleitung durch Feigheit aus. „Sicherheitsgründe“ stünden der Durchführung dieser Veranstaltung entgegen.
Alter Wein in neuen Schläuchen: die linke Zukunftsutopie erscheint in neuem Gewand
Ist für einen unverbildeten, rational denkenden Menschen die Vorstellung, es gebe außer Mann und Frau noch weitere Geschlechter, ob 2, 3 oder 128, völlig absurd, so paßt dies eben in die linksradikale Strategie, die überkommene Gesellschaftsordnung aufzulösen, um ganz im Sinne von Marx und Engels den neuen Menschen zu schaffen, der wiederum ganz sicher die schöne neue Welt im Sinne der unmenschlichen Utopie des gleichnamigen Buches von Altdous Huxley erschaffen wird. Die Verortung in der marxistischen Ideologie erklärt auch den Furor ihrer Anhänger. Revolutionäre gingen schon immer über Leichen – Robespierre und Lenin lassen grüßen – , die Schaffung des neuen Menschen bedingt geradezu die Auslöschung seiner für die neue Weltordnung nicht geeigneten Vorgänger. Die Penetranz, die von diesen linksradikalen Gesellschaftsveränderern an den Tag gelegt wird und sowohl die Politik als auch noch viel mehr die Medien durchdringt und bestimmt, ist in der Menschheitsgeschichte beispiellos. Es ist doch rational sonst nicht erklärbar, daß eine winzige Minderheit den öffentlichen Diskurs in einer Weise bestimmt, die zum Beispiel die Finanzierung des sogenannten Christopher Street Days mit Steuergeldern im siebenstelligen Bereich mit sich bringt. So finanziert der Senat der bekanntermaßen an der Pleite entlang lavierenden Bundesmetropole Berlin einen „Festwagen“ dieser Veranstaltung mit sage und schreibe 375.000,00 €. Wer in Nürnberg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt geht, überquert einen Zebrastreifen in Regenbogenfarben, den die führenden Kommunalpolitiker der Stadt unter dem üblichen begeisterten Medienrummel „eingeweiht“ haben und sich dabei medien- und poltikwirksam unter Regenbogen-Regenschirmen gezeigt haben. Selbstverständlich wagt es kein Politiker, eine ihm angetragene Schirmherrschaft über diese Veranstaltung abzulehnen. Dieser schrille Tuntenfasching ist indessen keineswegs eine Herzenssache auch nur der überwiegenden Mehrheit der Homosexuellen, und entgegen dem in Politik und Medien nachgeplapperten Sprachgebrauch der „queeren“ Gesellschaftsveränder gibt es auch keine „queere community“. Vielmehr lebt die weit überwiegende Mehrheit homosexueller Männer und Frauen genauso wie ihre heterosexuellen Nachbarn und Arbeitskollegen. Häufig weiß man nicht einmal, daß die betreffenden Menschen diese Veranlagung haben und entsprechend ihr Privatleben gestalten. Lediglich Prominente, die dies auch öffentlich machen, sind der Allgemeinheit eben als Homosexuelle bekannt. Gerade die lehnen es indessen in aller Regel ab, sich an diesem bizarren Firlefanz zu beteiligen. Man kann sich auch schlechterdings nicht vorstellen, daß etwa ein im besten Sinne des Wortes feiner alter Herr wie Herzog Franz von Bayern oder eine führende Politikerin wie Alice Weidel sich an einem derartig albernen Mummenschanz beteiligen oder diesen auch nur in irgendeiner Weise unterstützen könnte.
Worum es wirklich geht
Das Problem unseres Landes ist indessen nicht in erster Linie die Existenz dieses gesellschaftspolitischen Irrsinns. Es ist vielmehr die Gleichgültigkeit und Ignoranz der großen Mehrheit, die das Thema in der Regel allenfalls aus der Sicht der Regenbogenpresse wahrnimmt, deren Hauptgegenstand ja das Begaffen des Privatlebens wirklicher oder auch nur vermeintlicher Prominenten ist. Nicht die Wut der wenigen Revolutionäre, sondern die Dummheit der Masse, auch ihres vermeintlich gebildeten Teils, ist die Gefahr für unser Land.